1997 begann Trash/Treasure Staub als Material zu nutzen. Seitdem öffnet Mop Art das Tor zu einem Universum, von dem wir heute immer mehr wissen, und zugleich immer weniger verstehen.

Staub erzählt eindrucksvoller als jedes andere Material vom Leben und seiner alltäglichen Veränderung. Aus diesem Grund schätzt ihn heute auch die moderne (Natur-)Wissenschaft. NASA und ESA  greifen dabei längst nach den Sternen, um von dem Millionen Jahre alten, reinen kosmischen Staub Auskunft über unsere (Erd-)Geschichte zu erhalten.

Vom Zauber des Staubs schweigt die Wissenschaft. Die Verzauberung der Welt ist nicht ihre Sache. Und Hollywood schweigt heute auch. Wer erinnert sich nicht an frühere Szenen, in denen der Staub seine Magie entfaltet: Bilder von staubigen Dachböden, auf denen Kinder auf Entdeckungsreisen gehen; Bilder von Weinkellern in pompösen Häusern, in denen Männer im eleganten Anzug den Staub von einer kostbaren Flasche Wein pusten; Bilder von Staubwolken, aufgewirbelt von heldenhaften Männern, die mit Staubschutztuch um den Hals und griffbereitem Colt den wilden Westen erobern; Bilder der Grauzonen des urbanen Dschungels, in denen Männer mit Charakter eine gute Figur machen (man denke nur an Sam Spade) ...

In Mop Art erscheint der Zauber des Staubs wieder. Mop Art lässt sich dabei von Wissenschaft und anderen inspirieren, doch nicht instruieren. Sie ist frei von der Ignoranz gegenüber fremden Sichtweisen; frei von der Arroganz, stets nur die eigene Sicht der Dinge wertzuschätzen, doch bei aller Offenheit bleibt sie stets so egozentrisch, daraus ihre eigene Sicht der Dinge zu formen.

Mop Art ist Die Kunst abzustauben.

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